Die Diagnose und das "Rezept" waren nicht gerade das, was man in den meisten Krankenhäusern gesagt bekommen hätte. Das neun Monate alte Baby eines Ehepaares aus der Volksgruppe der Prai war ernsthaft erkrankt. Weil der kleine Junge teilnahmslos war und nichts essen wollte, fuhren seine Eltern mit ihm ins Krankenhaus. Dort untersuchte ihn ein Arzt, konnte aber die Ursache der Krankheit nicht feststellen. „Es müssen die Geister sein." erklärte er den Eltern. „Bringen Sie ihn zum Shamanen."
Die Verbindung zwischen Krankheit und der Geisterwelt ist für die Prai sehr real. Die meisten hätten dieser Anweisung Folge geleistet. Nicht so dieses Ehepaar.
Die Ehefrau hatte gesehen, wie Gottes Wort das Leben der Menschen in einem anderen Dorf verändert hatte. Eine dieser Personen war eine Verwandte von ihr, die sie ermutigt hatte, zum Bibelunterricht zu kommen. Schließlich hatte die Mutter des kleinen Jungen ein Prai-Ehepaar gebeten, den Bibelunterricht in ihrem Dorf abzuhalten und daraufhin waren auch sie und ihr Mann zum Glauben gekommen.
Deshalb nahmen sie nun ihr Kind wieder mit nach Hause und baten die Gläubigen in ihrem Dorf um Gebetsunterstützung. Mit dieser Bitte wandten sie sich auch an die Christen in anderen Prai-Dörfern. Am folgenden Tag ging es dem Baby schon viel besser.
Mit dem kleinen Jungen geht es weiter Berg auf, aber der Glaube des Vaters geriet ins Wanken. Familienangehörige, Freunde und Nachbarn gaben ihm die Schuld an der Krankheit seines Kindes: Es sei krank, weil er die Geister nicht mehr anbete.
Bitte bete um die Genesung des Babys und auch für die Familie, besonders für den Vater. Bete, dass er inmitten der Anklagen und Vorwürfe von Gottes Frieden erfüllt wird.



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