Der Vorsitzende der evangelikalen Konferenz für Gemeindegründung, Wilfried Plock (Hünfeld bei Fulda), hat den Norddeutschen Rundfunk (NDR) aufgefordert, Behauptungen über ihn im Zusammenhang mit der Züchtigung von Kindern zu unterlassen.
Der Sender hatte am 21. Dezember in der Sendung „Hallo Niedersachsen“ einen Beitrag unter dem Titel „Kinder schlagen im Namen Gottes“ ausgestrahlt. Darin wird „radikalen Christen“ vorgeworfen, Bibelstellen „unreflektiert in die heutige Zeit zu übertragen“ und als Rechtfertigung zu nehmen, um Kinder zu schlagen. In dem Beitrag werden Ausschnitte aus einem mit versteckter Kamera gedrehten Video mit einem Vortrag von Plock gezeigt. Nach dessen Angaben handelte es sich jedoch um ein Referat, das er zum Thema „Ehe“ gehalten habe. Der Rechtsanwalt Plocks forderte den NDR in einem Schreiben vom 23. Dezember auf, ab sofort nicht mehr zu behaupten, dass sein Mandant in Vorträgen dazu aufrufe, „Gewalttaten/Straftaten, insbesondere von Körperverletzungen an Kindern im Namen Gottes auszuüben“.
Dies gelte auch für Behauptungen, er sei ein „radikaler Christ“, insbesondere wenn damit ein Vergleich mit „radikalen Muslimen“ hergestellt werde. Die Berichterstattung des NDR habe von den Vortragsinhalten Plocks durch Auslassungen und die Zitierung von aus dem Zusammenhang gerissenen Sätzen ein „unwahres Bild“ vermittelt. Plock habe bedingungslose Liebe und Annahme eines Kindes als das Fundament der Kindererziehung bezeichnet. Eine gute Erziehung beinhalte auch, klare Regeln zu geben und diese durchzusetzen.
Plock für „maßvolle körperliche Züchtigung“
In dem betreffenden Vortrag habe sich Plock in diesem Zusammenhang für eine „maßvolle, sorgsame und verantwortungsvoll eingesetzte körperliche Züchtigung als Erziehungsmittel“ ausgesprochen. Er habe rein sachlich dargestellt, dass die Heilige Schrift – insbesondere das Buch der Sprüche – eine solche Züchtigung kenne und nenne. Dabei überlasse er es jedoch dem Zuhörer selbst zu entscheiden, ob er solche Maßnahmen einsetze. Er selbst habe einmal seine zwischenzeitlich erwachsenen Kinder als Erziehungsmittel körperlich gezüchtigt. Aufgrund der NDR-Berichterstattung hatte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag, Miriam Staudte, Strafanzeige gegen Plock und mehrere Verlage erstattet. Sie sollen Erziehungsratgeber herausgegeben haben, in denen die körperliche Züchtigung von Kindern befürwortet werde.
Beiträge zum Thema:
- Heftige Kontroverse: Erziehung mit der Rute?
- Aufruf zur Kinderzüchtigung: Grüne zeigen freikirchlichen Prediger an
- Erziehung



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Kommentare
Brief eines Bruders an den NDR
Aus einem Rundbrief den ich erhielt:
An das
N D R Fernsehen
Ihre Sendung: Evangelikale Erziehung mit der Rute
Sendedatum: 21.12.2011 19:30 Uhr
Wer selbst im Glashaus sitzt …
Ich verkneife mir mal meinen Kommentar zu der Art und Weise Ihrer manipulativen Berichterstattung.
Schon das gibt einiges zu denken.
Die Grünen, hier in Niedersachsen, haben sich mal wieder weit aus dem Fenster gelehnt.
Protegieren sie doch sonst so gerne, über jedes normale Maß, islamische Organisationen und damit deren Gedankengut, das das Schlagen von Frauen und Kindern ausdrücklich befürwortet. Hier werden die Kinder anscheinend nicht geschädigt. Auch die Ausbildung z.B. palästinensischer Kindersoldaten, und deren blinde Aufhetzung gegen alles Jüdische, können normalerweise von den Grünen kritiklos hingenommen werden.
Des Weiteren haben die Grünen immer noch die Änderung des Pädophilen-Strafrechts im Auge, das den Sexualverkehr zwischen Kindern und Erwachsenen liberalisieren soll, sowie das Adaptionsrecht für Schwule und Lesben – auch hier nehmen Kinder anscheinend keinen Schaden; von dauerhafter Körper-(und Seelen) Verletzung hier natürlich keine Rede.
Auch was die Abtreibungsmöglichkeiten anbelangt, sind die Grünen gerne vorne mit dabei:
In den letzten Jahrzehnten wurden in Deutschland mehrere Millionen Embryos qualvoll abgetrieben.
Für Christen ist das ‚Mord‘! – Wo ist da das JA der Grünen zum Leben des Kindes?
Gibt es keine Rechte des kindlichen Lebens im Mutterleib?
Und wir wissen: Grüne Ökopolitik hat mittlerweile dazu geführt, dass viele Kinder in der (Dritten) Welt nicht mehr ausreichend mit Nahrungsmitteln versorgt werden können – auch das ist eine Art von Körperverletzung!
Niemand sagt, dass man seine Kinder „durchprügeln“ soll – und wem es an biblischem Verständnis mangelt, sollte sich korrekt informieren; es sei denn, er/sie führt Böses im Schilde oder hängt intellektuellen, realitätsfernen (und damit kinderschädlichen) Phantasien an.
Auch ist die Argumentation von Frau Staudte eher „mager“, wenn sie eine „Schädigung der Entwicklung eines Kindes für das ganze Leben“ prognostiziert. Wo sind die Beweise statt subtiler Behauptungen? An obigen Beispielen lässt sich vielmehr leicht erkennen, dass eher Grüne Politik es ist, die die Entwicklung vieler Kinder in massivem Umfang schädigt und schädigen wird. Gibt es dann eine Selbstanzeige?
Es ist doch selbstherrlich zu meinen, ausschließlich Grüne Erziehungsmechanismen seien für die Entwicklung aller Kinder gut.
Und … wer selbst im Glashaus sitzt, sollte nicht so eifrig mit Steinen schmeißen!
Karl-Heinz R.
Freiburg, 22.12.2011
http://www.haus-gemeinde.de