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Entführung: Axel Hüls mit Kindern weiter in Ägypten?

 

Wie idea berichtet, gehen die Behörden Fall der Familie Hüls nun wieder davon aus, dass sich Axel Hüls und seine vier Kinder doch im Nahen Osten aufhalten, möglicherweise in Ägypten. Hinweise und Berichte, dass der Vater mit seinen Kindern in Süddeutschland gesehen wurden, hätten sich nicht bestätigt, so die Polizei in Celle.

Hüls hatte seine Kinder bei seiner getrennt lebenden Ehefrau – sie ist allein sorgeberechtigt – für eine Fahrradtour abgeholt und dabei die Pässe der Kinder entwendet. Vom Flughafen Hannover reisten sie nach Ägypten und später in den Sudan, wo sie von deutschen Urlaubern gesehen wurden. Am 19. Mai begaben sie sich wieder nach Ägypten. Im Juli waren Hinweise auf einen Aufenthalt in Süddeutschland bekannt geworden. Hüls war bis vor fünf Jahren Mitglied der Selbständigen Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK). Er verließ die Kirche mit der Begründung, sie sei zu liberal.

Seelsorger: Hüls hat sich verrannt

Der Hermannsburger SELK-Pfarrer Hans-Heinrich Heine beschreibt Hüls als „absoluten Einzelgänger“. Er habe sich nach seinem Kirchenaustritt keiner Gruppierung oder Kirche angeschlossen, sagte Heine in einem Interview mit der Zeitschrift der SELK. Allerdings habe er „wohl im Internet Gleichgesinnte gefunden“ und sich mit ihnen ausgetauscht. Laut Heine ist Hüls ein Vater, „dem die Kinder und sein Glaube sehr, sehr wichtig sind“. Er habe sich jedoch so verrannt, dass sein Verhalten und seine Überzeugungen krankhafte Züge angenommen hätten. Hüls fühle sich „absolut im Recht“. Aus seiner Sicht sei er das Haupt der Familie, und die Mutter habe ihm die Kinder entzogen.

„Er will die Kinder vor dem bösen Einfluss der Welt bewahren und sah da wohl keine andere Möglichkeit, als mit den Kindern dahin zu gehen, wo ihm alles viel einfacher erschien als in Deutschland“, so Heine. Zur Frage, wie es der Mutter der Kinder gehe, sagte der Seelsorger, zumindest nach außen sei sie erstaunlich ruhig und stark: „Sie kämpft, und ist eigentlich voller Hoffnung, dass sich diese Sache bald löst“. Die Stimmung in der SELK-Gemeinde sei sehr gedrückt: „Alle leiden mit der Familie.“ Heine ruft dazu auf, Gott um ein gutes Ende der Entführung zu bitten und für die Familie zu beten.

 

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Kommentare

Respekt

Das er noch nicht erwischt wurde.
Ich will jetzt nicht behaupten er wäre mit seinen Kindern wie Elia von Gott versteckt worden; denn der Umkehrschluss wäre, wenn sie erwischt werden, dass Gott nicht mit ihnen wäre. Aber ein kleines Wunder ist es schon.
Er muss sich ja richtig mit Outdoor-Sachen eingedeckt haben (wie z.B. Wasserfilter für Trinkwasserherstellung, etc.).